„Was kostet eine App?“ – diese Frage hören wir mindestens einmal pro Woche. Und die Antwort ist jedes Mal dieselbe: Es kommt drauf an. Nicht, weil wir uns drücken wollen, sondern weil der Unterschied zwischen einer 8.000-Euro-App und einer 60.000-Euro-App im Detail steckt. Hier erklären wir, welche Details das sind.
Die kurze Antwort
Für alle, die es eilig haben:
Einfache App ohne Backend: 8.000 – 15.000 €. Denken Sie an eine Info-App, einen einfachen Rechner oder ein digitales Schaufenster. Eine Kernfunktion, einfaches Design, keine Benutzerverwaltung.
Standard Business-App: 15.000 – 35.000 €. Login, eigenes Backend, Push-Benachrichtigungen, individuelles Design. Das ist die Kategorie, in der sich die meisten unserer Kundenprojekte bewegen.
Komplexe App: 25.000 – 60.000 €. Echtzeit-Synchronisation, Zahlungsabwicklung, Offline-Modus, Anbindung an ERP- oder CRM-Systeme. Hier wird es technisch anspruchsvoll.
Enterprise-Lösung: Ab 40.000 €, nach oben offen. Mehrere Benutzerrollen, komplexes Rechtemanagement, Skalierung für Hunderttausende Nutzer. Projekte in dieser Größenordnung können auch sechsstellig werden.
Wenn Sie wissen wollen, wo Ihr konkretes Projekt liegt: Unser App-Kostenrechner gibt Ihnen in zwei Minuten eine erste Einschätzung.
Was den Preis nach oben treibt
Plattformwahl: Eine Flutter-App (eine Codebasis für iOS und Android) ist typischerweise 30–40% günstiger als zwei separate native Apps in Swift und Kotlin. Wir empfehlen Flutter für die meisten Projekte – nicht weil es billig ist, sondern weil es bei vergleichbarer Qualität effizienter ist.
Design: Zwischen „sieht ordentlich aus“ und „fühlt sich an wie von Apple designed“ liegt ein Faktor 2 im Designbudget. Gutes UX/UI-Design kostet, aber es spart Ihnen später Support-Anfragen und schlechte Bewertungen.
Backend-Komplexität: Eine App, die nur lokale Daten zeigt, braucht kein Backend. Sobald Benutzer sich einloggen, Daten synchronisiert werden oder eine API angebunden wird, verdoppelt sich schnell der Entwicklungsaufwand.
Jedes Extra-Feature: Benutzeranmeldung (+2–3 Tage), Push-Notifications (+2 Tage), Payment-Integration (+4 Tage), Offline-Modus (+5 Tage), Admin-Panel (+6 Tage). Klingt harmlos, summiert sich aber schnell auf 15.000 € und mehr. Deshalb predigen wir den MVP-Ansatz: erst die Kernfunktion, dann schrittweise erweitern.
Drei typische Szenarien
Zahlen ohne Kontext sind wertlos. Deshalb hier drei Szenarien, wie wir sie regelmäßig auf dem Tisch haben:
Das Startup mit der Idee: Ein Gründer will seine Plattform-Idee validieren. Wir bauen ein MVP mit Flutter – eine Kernfunktion, einfaches Design, Benutzerregistrierung. iOS und Android aus einer Codebasis. Zeitrahmen: 6–8 Wochen. Budget: 10.000 – 18.000 €.
Das Mittelstandsunternehmen mit dem Prozess-Problem: Ein Unternehmen will einen internen Workflow digitalisieren. Login, Rollenverwaltung, Backend mit Datenbank, Push-Notifications, Anbindung an ein bestehendes ERP. Individuelles Design nach CI. Zeitrahmen: 3–4 Monate. Budget: 25.000 – 40.000 €.
Die skalierbare Plattform: Ein Unternehmen plant eine kundenorientierte App mit Echtzeit-Features, Payment, Offline-Modus und hohen Nutzerzahlen. Natives Backend, aufwendiges UX-Konzept, mehrstufiges Testing. Zeitrahmen: 4–6 Monate. Budget: ab 40.000 €, je nach Umfang auch deutlich mehr.
Was viele vergessen: die laufenden Kosten
Die Entwicklung ist nur der Anfang. Nach dem Launch fallen regelmäßig Kosten an, die viele bei der Budgetplanung übersehen:
Server-Hosting: Je nach Nutzerzahl 50 – 500 €/Monat. Eine App mit wenigen Hundert Nutzern kommt mit günstigen Cloud-Angeboten aus. Wächst die Nutzerbasis, wachsen die Serverkosten mit.
App-Store-Gebühren: Apple verlangt 99 $/Jahr für den Developer Account, Google einmalig 25 $. Kein Dealbreaker, aber es gehört ins Budget.
Updates: Apple und Google bringen jährlich neue Betriebssystemversionen raus. Wenn Ihre App damit nicht kompatibel ist, verschwindet sie aus dem Store oder funktioniert auf neuen Geräten nicht mehr. Rechnen Sie mit 2–4 Update-Zyklen pro Jahr.
Wartung und Weiterentwicklung: Bugfixes, Sicherheitspatches, neue Features basierend auf Nutzerfeedback. Wir bieten dafür flexible Wartungsverträge an – das ist günstiger und planbarer als einzelne Beauftragungen.
Unsere Empfehlung: Planen Sie 20% Ihres Entwicklungsbudgets pro Jahr für Wartung und Updates ein. Bei einer 30.000-€-App wären das 6.000 € im Jahr, also 500 €/Monat.
Wie Sie bei der App-Entwicklung sparen (ohne an Qualität zu verlieren)
Mit einem MVP starten: Nicht alles auf einmal bauen. Konzentrieren Sie sich auf die eine Funktion, die Ihre App unverzichtbar macht. Alles andere kommt in Version 2, 3, 4. So testen Sie Ihre Idee mit echten Nutzern, bevor Sie das große Budget freigeben.
Flutter statt zwei native Apps: Wenn Sie iOS und Android brauchen (und das brauchen die meisten), sparen Sie mit Flutter erheblich. Wir sehen in der Praxis 30–40% weniger Aufwand bei vergleichbarem Ergebnis.
Design-Phase ernst nehmen: Klingt paradox – Design kostet doch Geld? Stimmt. Aber ein durchdachter Prototyp verhindert, dass in der Entwicklung teure Korrekturen nötig werden. Die günstigste Codeänderung ist die, die nie geschrieben werden muss.
Keinen Offshore-Anbieter wählen, um Tagessätze zu drücken: Wir sehen regelmäßig Projekte, die nach einer gescheiterten Offshore-Entwicklung zu uns kommen. Der Neustart kostet dann mehr als es von Anfang an bei einer deutschen Agentur gekostet hätte. Niedrige Tagessätze helfen nichts, wenn die Kommunikation nicht funktioniert und dreimal so viele Stunden anfallen.
KI-Tools nutzen: Wir setzen KI-gestützte Entwicklungswerkzeuge ein, die bestimmte Routineaufgaben beschleunigen. Das ersetzt keine Entwickler, aber es macht sie effizienter – und diesen Vorteil geben wir an unsere Kunden weiter.
Deutschland, Nearshore oder Offshore?
Die Tagessätze unterscheiden sich erheblich: Ein erfahrener Entwickler in Deutschland kostet 600–1.000 € pro Tag, in Osteuropa 300–500 €, in Indien 100–250 €. Auf dem Papier ein klarer Fall. In der Praxis sieht es anders aus.
Wir haben Kunden, die vorher mit Offshore-Teams gearbeitet haben. Die Erfahrungen sind gemischt bis ernüchternd: Zeitzonen-Probleme, Missverständnisse bei Anforderungen, Code-Qualität die nachgebessert werden muss. Am Ende war das „günstige“ Projekt teurer als geplant – und hat doppelt so lange gedauert.
Bei einer deutschen App-Agentur wie appsolute bekommen Sie: direkte Kommunikation ohne Umwege, DSGVO-konforme Entwicklung als Standard, und ein Team das Sie jederzeit besuchen können. Unser Büro ist in Wörth am Rhein, zehn Minuten von Karlsruhe. Und wenn Holger Meyer, unser Geschäftsführer, sagt „das schaffen wir in 8 Wochen“, dann meint er das auch so.
Sie wollen wissen, was Ihre App kosten würde? Spielen Sie es einmal durch im Kostenrechner, oder schreiben Sie uns direkt. Erstgespräch ist kostenlos, dauert 30 Minuten, und danach wissen Sie mehr.

